Donnerstag, 25. August 2016

Neuerscheinung: Von Aleppo nach Paris

die andere bibliothek
NEU
HANNA  DIYAB

VON  ALEPPO  NACH  PARIS
Die Reise eines jungen Syrers bis an den Hof Ludwig XIV.

Das erst 1993 in der Vatikanischen Bibliothek entdeckte Manuskript des Berichts von einer Reise von Aleppo nach Paris im Zeitalter Ludwig XIV.

 Orient und Okzident begegnen sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Der französische Reisende Paul Lucas trifft 1707 in Aleppo auf den zwanzigjährigen Hanna Diyāb. Er wird von Lucas eingestellt und begleitet diesen auf der Heimreise nach Frankreich; ihre Route führt sie von Aleppo über Tripolis, Saida, Zypern, Ägypten, Libyen, Tunis nach Livorno, Genua und Marseille, von dort durch das Rhônetal nach Paris.

Anschaulich und lebendig beschreibt Diyāb Begegnungen und Gespräche, Karawanenzüge und Angriffe von Korsaren, er nimmt Legenden und Heiligengeschichten in seinen Bericht auf. Hanna Diyāb wird in den Gemächern Ludwigs XIV. empfangen.

Die Beschreibung seines Aufenthalts am Hof und in der Stadt Paris gehört zu den Höhepunkten seines Reiseberichts. Dort trifft er auch auf den Orientalisten Antoine Galland, den Herausgeber und Übersetzer von „1001 Nacht“, dem er, neben anderen, die Geschichten von „Ali Baba“ und „Aladdin“ erzählt, die dieser in seine berühmte Märchensammlung aufnehmen wird. Mit ihnen hat sich Hanna Diyāb bereits vor über dreihundert Jahren anonym in das europäische Kulturgedächtnis eingeschrieben.

Aus dem Französischen übersetzt von Gennaro Ghirardelli unter Hinzuziehung der arabischen Handschrift und von diesem mit einem Vorwort versehen. Mit einem Nachwort des französischen Arabisten Bernard Heyberger und Bemerkungen zur Sprache Hanna Diyābs

Buchgestalterin: Paulina Pysz.

Bandnummer: 378
Originalausgabe, nummeriert und limitiert.
Mit 13 Abbildungen und einer Landkarte. Bezug und Vorsatzpapier mit einem von der islamischen Ornamentik beeinflussten geometrischen Muster. Fein gelbleuchtender Bundsteg, Fadenheftung, Lesebändchen.

Hanna Diyab
Von Aleppo nach Paris
492 Seiten, Hardcover
1.Auflage 2016
Euro 42,- inkl. MwSt. Buch kaufen


NEU Ibn Khaldun, Das Buch der Beispiele

reclam
IBN KHALDUN

DAS  BUCH  DER  BEISPIELE
Einführung in die Weltgeschichte

Das Werk ist so enorm, wie es sein Titel andeutet: »Buch der Beispiele und Sammlung der Ursprünge wie der nachfolgenden Geschichte in den Zeiten der Araber, Nichtaraber und Berber sowie der mächtigsten Herrscher, die ihre Zeitgenossen waren«.
Der in Tunis geborene Historiker und Universalgelehrte Ibn Khaldun schrieb es im 14. Jahrhundert als Weltgeschichte und Grundlegung einer Philosophie der Geschichte.

Das Buch hat drei Teile, deren erster hier vorgelegt wird: ES ist die »Muqaddima«, die »Einführung in die Weltgeschichte«, die die allgemeinen Grundlagen jeder Geschichte umreißt: die zyklische Zeit, die menschlichen Lebensweisen, die von der Umwelt geprägt sind und wiederum auf diese einwirken.

Diese Ausgabe vermittelt ein eindrückliches Bild von diesem islamischen Klassiker der Geschichtsschreibung.
(Verlagstext)

Übersetzt, kommentiert und hrausgegeben.:  Mathias Pätzold

Inhaltsverzeichnis:

Vorbemerkungen
Vorwort der Muqaddima

Einleitung
Der Vorzug der Geschichtswissenschaft. Die Ermittlung ihrer Methoden. Hinweise auf Fehler, die den Historikern unterlaufen können, sowie einige Ausführungen zu deren Ursachen

KAPITEL I
Das Wesen der menschlichen Kultur in der von Allah erschaffenen Welt und was in ihr vorkommt: nomadisches und seßhaftes Leben, Obmacht, Verdienst, die Arten, sich den Lebensunterhalt zu erwirtschaften, menschliche Fertigkeiten, Wissenschaften und anderes. Die Ursachen und Gründe hierfür

KAPITEL II
Abschnitte und Präliminarien zur nomadischen Kultur, den wild und ungebunden lebenden Völkerschaften und Stämmen sowie allen Zuständen, die hiermit verbunden sind

KAPITEL III
Grundlegende und ergänzende Darlegungen zu großen Dynastien, zu Königtum, Kalifat und Regierungsämtern sowie zu all den Dingen, die hiermit im Zusammenhang stehen

KAPITEL IV
Vorbetrachtungen und Anschlußbemerkungen zu Ländern, Städten, Ortschaften und sonstigen Formen der (seßhaft-städtischen) Kultur sowie zu den Dingen, die hiermit im Zusammenhang stehen

KAPITEL V
Fragestellungen zu den verschiedenen Arten, sich den Lebensunterhalt zu erwirtschaften, so zum Erwerb und den menschlichen (praktischen) Fertigkeiten sowie zu allen damit im Zusammenhang stehenden Umständen

KAPITEL VI
Einleitende und anschließende Bemerkungen zu den verschiedenen Arten von Wissenschaften, zu den Methoden und übrigen Aspekten der Unterweisung sowie zu all den
Dingen, die hiermit im Zusammenhang stehen

(Schlußbemerkungen der Muqaddima)
 Anmerkungen
 Erläuterungen zum Text

Ibn Khaldun
Das Buch der Beispiele
Softcover, Taschenbuch
315 Seiten
1.Auflage 2016
nur Euro 14,95 inkl. MwSt.   Buch kaufen


Neuerscheinung Wir da draußen

dumont
NEU
FIKRY  EL  AZZOUZI

WIR  DA  DRAUSSEN  - Roman
Sie stehen am Rand und wollen rein – in die Gesellschaft, ins Leben

Ayoub ist zu Hause rausgeflogen, genauso wie seine besten Freunde. Zusammen mit dem hübschen, etwas schlichten Fouad und dem Halbafrikaner Maurice schlägt er seine Zeit in ihrem belgischen Heimatdorf tot und versucht, irgendwie über die Runden zu kommen. Und dann ist da noch Kevin, ein überdrehter junger Konvertit, der sich selbst in Karim umgetauft hat. 

Die vier wollen rein ins Leben. Sie wollen Spaß haben und Mädchen finden und eine Perspektive, aber sie bleiben isoliert, abgeschoben auf die Strafbank der Gesellschaft. 

Authentisch, drastisch und mit scharfem, hintergründigem Humor beschreibt El Azzouzi, wie die Clique erst in die Kriminalität abrutscht und sich dann allmählich radikalisiert. Ayoub, der weder mit Gewalt noch Islamismus etwas am Hut hat, muss miterleben, wie die Situation Schritt für Schritt eskaliert. Einen Teil der Freunde wird es noch weiter ins Aus treiben, die anderen nach Syrien in den Dschihad.

›Wir da draußen‹ erzählt, wie aus ganz normalen jungen Männern Täter werden und was mit Menschen passiert, für die sich niemand interessiert. (Klappentext,Verlag)

Autor:
Fikry el Azzouzi, geboren 1978 in Temse, Belgien, ist ein flämischer Autor marokkanischer Herkunft. Er machte sich einen Namen als Kolumnist und Dramatiker und wurde u. a. mit dem Autorenpreis für Theaterkunst 2013 ausgezeichnet. 2010 erschien sein Debütroman ›Het Schapenfeest‹, 2014 folgte die Novelle ›De handen van Fatma‹ (2014). ›Wir da draußen‹ ist das erste Buch El Azzouzis, das auf Deutsch erscheint. Er lebt in Antwerpen.

Übersetzung: Ilja Braun  
Originalverlag: Uitgeverij Vrijdag, Originaltitel: ›Drarrie in de nacht‹

Fikry El Azzouzi
Wir da draußen
224 Seiten, Hardcover
1.Auflage 17.08.2016
Euro 20,- inkl. MwSt.   Buch kaufen


Veranstaltungstermine:
22.09.2016   Hamburg  19.00 Uhr
Lesung mit Fikry el Azzouzi, Benno Köpfer und Peter Mathews
Moderation: Jan Valk
Lesung des deutscher Textes: Rolf Erdorf
Veranstalter: Harbour Front Literaturfestival
Cap San Diego, Luke 4,  Überseebrücke


30.09.2016   Frankfurt   17.00 Uhr
Ilja Braun als "Gläserner Übersetzer"
Vorstellung der Übersetzung von Fikry El Azzouzis "Wir da draußen"
Im Rahmen des Internationalen Übersetzertages. Eintritt frei
Veranstalter: Weltlesebühne e.V.
Bibliothekszentrum Sachsenhausen,   Hedderichstraße 32



Sonntag, 21. August 2016

Rezension: Mit Feuer und Schwert

Styria
Buchempfehlung

Hans-Joachim Löwer



Mit Feuer und Schwert    

Hans Joachim Löwer schildert in seinem neuen Buch „Mit Feuer und Schwert“ die Schicksale der Christen im heutigen Nahen Osten. Man sollte nicht vergessen, dass zu Beginn des Islam im 6. Jh. diese Gebiete von Christen, Juden, Zoroastriern und Menschen anderen Glaubensvorstellungen bevölkert waren und auch Araber, Jemeniten u.a. in Kirchen gingen. Leider wurde durch den Verlauf der Geschichte die Zahl der Christen immer kleiner, von einer deutlichen Mehrheit ist heute kaum noch etwas zu bemerken und zur Zeit nimmt die Zerstörung von Kirchen und des christlichen Lebens dramatisch zu.

Der Autor besuchte im letzten Jahr Städte und Gemeinden in Ägypten, Irak, Israel, Libanon, Palästina, Syrien, Türkei und erlebte erschütternde Berichte über Christenverfolgung, zerstörte Kirchen und das Leiden der Menschen.
In 30 Kapiteln stellt er nicht nur die Menschen sondern auch die einzelnen christlichen Gruppen in einem Info-Kasten vor, darunter die Kopten, Nestorianer, Rum-Orthodoxe, katholische Kopten, syrisch-orthodoxe und syrische Christen, Maroniten u.a.

„Weshalb eine Bibliothek in Tripoli in Brand gesetzt wird, wie Kirchen in Syrien in Trümmer sinken, wie ein aufgepeitschter Mob in Ägypten Jagd auf Christen macht, wie ein Priester in Bagdad von Milizen gefoltert wird, wie radikale Juden in Jerusalem auf Kirchenmänner losgehen, weshalb Christen den Geburtsort Christi verlassen, weshalb eine Schule in Baalbek unter Feuer genommen wird, wie christliche Assyrer ihre Zukunft im Irak sehen, wie Christen und Muslime in Beirut aufeinander zugehen, wie Flüchtlinge in Irak sich nach der verlorenen Heimat sehnen, wie die sich Tochter eines Scheikhs in Baalbek gegen ihren Vater auflehnt“ sind einige Überschriften und machen deutlich, worum es in diesem Buch geht.

Ein aktuelles Thema ist der Völkermord an den christlichen Armeniern im Jahr 1915, zur selben Zeit wurden auch an die 300 000 Assyrer im Osmanischen Reich im Südosten der Türkei um den Van-See in Turabdin vernichtet. Auch im Irak wurden 1933 Tausende Assyrer ermordet. Christliche Assyrer oder auch Nestorianer gehören zu den Kirchen des Ostens. „Sie übersetzten Werke griechischer Wissenschaftler und Philosophen ins Arabische“ und lernten später Mathematik und Astronomie von Muslimen. Ihre Blütezeit war um 900 v. Chr. in Mesopotamien und ihre Nachkommen leben im heutigen Syrien, im Khabur-Tal, sie sprechen die Sprache Jesus,  das Aramäische.
Der „Islamische Staat“ wütete 3 Monate lang und zerstörte das Dorf Marbusnayeh oder auf Arabisch Tel Shamiran, mit 9 Kirchen. Die meisten Menschen sind geflohen.

Im kurdischen Gebiet des Irak leben seit 2014 rund 3,5 Millionen Flüchtlinge - Christen, Jesiden und Muslime in Camps und Notunterkünften. Sie flohen vor dem IS aus der Ebene von Ninive, selbst Peschmerga und Kirchenschützer verließen ihre Heimat, in der in der biblischen Zeit nach der Überlieferung der heilige Judas Thaddäus das Evangelium predigte.

Wie Muslime und Christen aufeinander zugehen zeigt ein Beispiel aus dem Libanon. In Beirut trifft der Autor auf Muslime, die als Staatsoberhaupt einen Christen akzeptieren. Hans-Joachim Löwer will  hier mit Muslimen über Christen reden und erfährt Erstaunliches.
Der schiitische Gelehrte hat ein „Religions- und Kulturforum für Entwicklung und Dialog“ gegründet, in dem 50 Geistige und Intellektuelle, Christen und Muslime über Freiheit, Menschenrechte, Beziehungen zwischen Sunniten und Schiiten, Beziehungen zwischen Muslime und Christen diskutieren.
Der sunnitische Generalsekretär für den „Islamischen Gipfel“ und das „Nationale Dialog-Komitee“  steht zwei Gremien vor, in denen religiöse Führer des Libanon, Sunniten, Schiiten, Alawiten und Drusen, öffentlich „jeden Zwang in religiösen Angelegenheiten“ verurteilen, Blasphemie ablehnen und Pluralismus fordern. Andersgläubigen Gotteslästerung vorzuwerfen ist ein „Abweichen von der Toleranz im Islam“. Der Nationale Dialog steht für die Akzeptanz von einem Christen als Präsidenten, der auch Oberbefehlshaber der Armee ist und ist überzeugt, dass eine nationale Identität auf „Pluralität, Meinungs- und Religionsfreiheit“ basiert und dass diese Botschaft über den ganzen Nahen Osten verbreitet werden muss!

Fazit:
Ein äußerst wichtiges, aber auch ein erschütterndes Buch. Hans-Joachim Löwer fuhr in die Gebiete, aus denen die Menschen zu uns kommen. Hier kann man nachlesen und nachfühlen, um zu verstehen, was die Christen, Jesiden und auch Muslime dazu bewogen hat, ihre Heimat, nicht nur Syrien, auch Ägypten und andere Länder des Nahen Ostens schweren Herzens zu verlassen.
Vielleicht sieht man diese Menschen dann mit anderen Augen als  nur als „Flüchtlinge“ an.  
Viele Menschen, die in ihren Ländern ausharren und nicht fliehen, geben die Hoffnung nicht auf, dass ihre Landsleute wieder zurückkehren, wenn der Krieg beendet ist, aber viele glauben auch, dass die Hilfe nur aus dem Ausland kommen kann, um die Grausamkeiten zu beenden.

Dieses Buch ist ein sehr zu empfehlender Beitrag, auch für Leute, die sich als Ehrenamtliche für die geflohenen Menschen engagieren und vor allem für diejenigen, die die Flüchtlinge nur als Last oder ungebetene Ausländer abtun.


Buchempfehlung: Der Ort, an dem die Reise endet

Roman aus Kenya
 YVONNE  ADHIAMBO  OWUOR

DER  ORT,  AN  DEM  DIE  REISE  ENDET    Roman

Kenia, 2007. Odidi Oganda, ein hochtalentierter Student, wird in den Straßen Nairobis erschossen. Seine Schwester Ajany kehrt aus Brasilien zurück, um mit ihrem Vater seinen Leichnam nach Hause zu überführen. Doch die Heimkehr auf die verfallene Farm im Norden des Landes hält keinen Trost für sie bereit. Zu schmerzhaft sind die Erinnerungen, die der Mord heraufbeschworen hat und die die Familie im Griff halten: an die koloniale Gewaltherrschaft und die blutigen Auseinandersetzungen nach der Unabhängigkeit. Ajanys Mutter flieht von Wut und Trauer erfüllt in die Wildnis. Und ihr Vater muss sich einer brutalen Wahrheit stellen. Doch im Moment größter Verzweiflung entsteht auch etwas Neues: Eine Liebe – oder zumindest eine Verbindung – nimmt ihren Anfang.

›Der Ort, an dem die Reise endet‹ ist ein großer Roman über eine versehrte Familie und ein zerrissenes Land. Mit einer Sprache, die einem den Atem raubt, voller Kraft und Intensität, erzählt Yvonne Adhiambo Owuor eine Geschichte von universeller Dringlichkeit – eine Geschichte von Macht und Täuschung, von unerwiderter Liebe und dem unbeirrbaren Willen zum Überleben.

Übersetzung aus dem Englischen von Simone Jakob.

»Owuor macht etwas Seltenes und Mutiges: Sie fühlt und lässt ihre Leser fühlen.« TAIYE SELASI
  
Autorin:
Yvonne Adhiambo Owuor wurde 1968 in Kenia geboren. Ihre Kurzgeschichten erschienen in internationalen Literaturmagazinen. 2003 wurde sie mit dem Caine Prize for African Writing ausgezeichnet. ›Der Ort, an dem die Reise endet‹ ist ihr erster Roman, der 2015 auf der Shortlist für den Folio Prize stand und für den sie den Jomo Kenyatta Prize for Literature erhalten hat. Yvonne Adhiambo Owuor lebt in Nairobi.
  
Yvonne Adhiambo Owuor
Der Ort, an dem die Reise endet    
512 Seiten , mit farbigem Vorsatz und Lesebändchen
Hardcover gebunden
1.Auflage 2016
Euro 22,99  inkl. MwSt.   Buch kaufen


Die Pressestimmen fallen äußerst positiv aus für den Debütroman von Yvonne Adhiambo Owuor: mitreißend, fesselnd, kraftvoll, politisch - eine wichtige Stimme kenianischer Literatur.




Freitag, 19. August 2016

Erlanger Poetenfest 25.8. - 28.8.2016

Erlanger Poetenfest 2016

„Rauschzeit“  36. Erlanger Poetenfest  

 Vom Donnerstag, 25. bis Sonntag, 28. August lädt das 36. Erlanger Poetenfest wieder über 80 Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Literaturkritiker und Publizisten zu Lesungen und Gesprächen ein.
Autorenporträts sind Ilija Trojanow und Aris Fioretos gewidmet, Raoul Schrott stellt sein Epos „Erste Erde“ vor und Herta Müller spricht über Flucht und Leben im Exil.
An den Lesenachmittagen im Schlossgarten präsentieren unter anderem Shida Bazyar, Gerhard Falkner, Abbas Khider, Katja Lange-Müller, Sharon Dodua Otoo, Connie Palmen, Teresa Präauer und Arnold Stadler ihre Neuerscheinungen.
Gesprächsrunden beschäftigen sich mit religiösem Fanatismus, der aktuellen Situation in der Türkei, der Rolle der Schriftsteller in Europa (u.a. mit Martin Mosebachs neuem Roman „Mogador“) und Mobbing in Literatur und Leben. Einen Beitrag zur aktuellen Flüchtlingsdebatte liefert die Performance-Gruppe Rimini Protokoll mit „Evros Walk Water“.
Bayern 2 überträgt seine „Nacht der Poesie“ sowie das Büchermagazin „Diwan“ live vom Erlanger Poetenfest und ein Programmschwerpunkt ist anlässlich seines 150. Todestags dem Weltpoeten Friedrich Rückert gewidmet.
Die Erlanger Übersetzerwerkstatt, ein Programm für Kinder und Jugendliche, Ausstellungen und Musik ergänzen das viertägige Festival, zu dem rund 12.000 Besucher erwartet werden.

„Nacht der Poesie“, Autorenporträt und Flüchtlinge in Europa

 Zum Auftakt des 36. Erlanger Poetenfests überträgt Bayern 2 die „Nacht der Poesie“ live aus dem Markgrafentheater (25.8., 20:00 Uhr) mit Martina Hefter, Franziska Holzheimer, Anja Kampmann, Silke Scheuermann und Julia Trompeter.
Der zweite Poetenfest-Abend (26.8., 19:30 Uhr) ist der Buchpremiere von Raoul Schrotts Epos „Erste Erde“ gewidmet. In der „Langen Nacht der Ersten Erde“ werden neben Raoul Schrott und seinem Gesprächspartner Michael Krüger renommierte Naturwissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen über die Entstehung der Welt sprechen.
In einem Autorenporträt (27.8., 20:30 Uhr) stellt Andreas Platthaus mit Ilija Trojanow einen Schriftsteller vor, dessen Projekte von der Politik in Diktaturen bis zur eigenen Erprobung in den 80 olympischen Disziplinen reichen. Das Porträt International (28.8., 20:00 Uhr) ist dem schwedischen Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Aris Fioretos gewidmet, dessen Biografie zwischen Ländern und Wirklichkeiten ihre Fäden spinnt.
Mit einem politischen Anliegen kommt die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller nach Erlangen (28.8., 17:00 Uhr): Wie kann man die historischen Erfahrungen über Flucht und Exil für die gegenwärtige Diskussion um Flüchtlinge in Europa und deren Integration nutzbar machen?

Lesenachmittage am Samstag und Sonntag

 An den langen Lesenachmittagen im Schlossgarten (27. und 28.8.) werden im halbstündigen Rhythmus aus ihren Neuerscheinungen vortragen: Shida Bazyar, Emma Braslavsky, Mara-Daria Cojocaru, Kurt Drawert, Gerhard Falkner, Joshua Groß, Reinhard Kaiser-Mühlecker, Abbas Khider, Katja Lange-Müller, Isabelle Lehn, José F. A. Oliver, Sharon Dodua Otoo, Connie Palmen, Teresa Präauer, Tilman Rammstedt, Eberhard Rathgeb, Ulrike Almut Sandig, Silke Scheuermann, Arnold Stadler und Katharina Winkler. Ihre Kinder- und Jugendbücher präsentieren Norbert Bohnsack, Andreas Collin, Mario Fesler, Antje Herden, Anja Hilling mit Simona Sabato, Bob Konrad, Ute Krause und Valija Zinck. Zu Gast in der Dreizehnten Erlanger Übersetzerwerkstatt sind Sharon Dodua Otoo, die Esterházy-Übersetzerin Terézia Mora, José F. A. Oliver, Klaus-Jürgen Liedtke, der Schotte Iain Galbraith, Brigitte Döbert, Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel sowie anlässlich des 150. Todestags von Friedrich Rückert die Orientalistinnen Claudia Ott und Wiebke Walther.

Religiöser Fanatismus

 Deborah Feldman hat in den USA mit „Unorthodox“ einen Bestseller vorgelegt, der jetzt auch auf Deutsch erschienen ist. Darin erzählt sie von ihren Erfahrungen mit religiösem Fanatismus. Beim Aktuellen Podium „Die Türkei zwischen den Extremen“ diskutieren Autoren und Journalisten die gegenwärtige Lage. Die Taschenbücher der 1950er-Jahre sind Thema eines Gesprächs, an dem der ehemalige Ministerpräsident des Saarlandes Reinhard Klimmt teilnimmt.

Thema der Sonntagsmatinee: Europa erzählen

„Europa erzählen“ lautet der Titel der traditionellen Sonntagsmatinee mit Dieter Bachmann, Aris Fioretos, Martin Mosebach, Wilfried F. Schoeller und Ilija Trojanow. In der Moderation von Alexander Kissler soll der Frage nachgegangen werden, wie die „große Erzählung Europa“ gerettet werden kann.
„Mobbing in Literatur und Leben“ ist Gegenstand eines Gesprächs mit Astrid Frank, Brigitte Hamacher und Wolfgang Kindler. Die destruktive Gewaltspirale, wie sie bei vermeintlich harmlosen, doch permanenten Zurücksetzungen und Hänseleien entsteht, birgt ein hohes Risiko.

Recherche und Konstruktion von Biographien

 Wie recherchiert, schreibt, konstruiert man Biografien? – Eine Werkstattschau beschäftigt sich mit drei neuen Büchern von Peter-André Alt, Simon Elson und Deborah Vietor-Engländer über Sigmund Freud, Max J. Friedländer und Alfred Kerr. Bei der Live-Sendung des Bayern 2-Büchermagazins „Diwan“ sind Emma Braslavsky, Reinhard Kaiser-Mühlecker, José F. A. Oliver und Arnold Stadler zu Gast. Wilfried F. Schoellers Franz Marc-Biografie zeigt den Menschen hinter dem Klischee des Tiermalers und Verena Auffermann zeichnet in ihrer Henry James-Biografie das Porträt eines modernen Autors. Birgit Weyhe recherchiert in ihrem mit dem Max und Moritz-Preis 2016 ausgezeichneten Comic „Madgermanes“ eine kaum bekannte Fußnote deutsch-mosambikanischer Geschichte und Hans Hillmans „Fliegenpapier“ verwandelt sich in ein multimediales Comic-Konzert. Auf Einladung der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur entwickelt Gunter Gebauer im Gespräch mit Helmut Böttiger eine „Philosophie des Fußballs“. Einen künstlerischen Beitrag zur Flüchtlingsdebatte liefert das Künstler-Kollektiv Rimini Protokoll: Daniel Wetzel hat mit einer Gruppe männlicher Jugendlicher, die aus dem Irak, Afghanistan und Syrien geflohen sind, in ihrer Unterkunft in Athen die Performance „Evros Walk Water“ erarbeitet.

Friedrich Rückert - „Der Weltpoet“

 Ein Programmschwerpunkt ist anlässlich seines 150. Todestags dem Dichter, Übersetzer und Orientalisten Friedrich Rückert gewidmet, der von 1826 bis 1841 in Erlangen lehrte: Das Stadtmuseum zeigt die Ausstellung „Der Weltpoet“, eine Gesprächsrunde fächert das literarische Werk Rückerts auf, das so glaubwürdig für den interkulturellen Dialog steht, wie kaum ein anderes seiner Zeit. Claudia Ott, bekannt für ihre Übersetzungen aus „Tausendundeiner Nacht“, lässt in ihrem Lesekonzert „Liebe, Tod und Heldenmut“ Rückerts Übersetzungen lebendig werden.
„Fisimatenten – Bilder, Bücher, Skulpturen“ ist der Titel einer Ausstellung von Ulrich Tarlatt. Eine weitere Ausstellung zeigt Zeichnungen von Birgit Weyhes „Madgermanes“ und die Druck & Buch präsentiert wiederum bibliophile Kunstwerke von Kleinverlagen. In den Lamm-Lichtspielen sind zwei Literatur-Filme zu sehen: „Die Geträumten“ über Ingeborg Bachmann und Paul Celan und „Agnes“, die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Peter Stamm. Musikalisch umrahmt wird das 36. Erlanger Poetenfest von der Pianistin und Komponistin Ulrike Haage.

Veranstaltungsorte
 Schlossgarten, 91054 Erlangen
 Markgrafentheater, Theaterplatz 2, 91054 Erlangen
 Redoutensaal, Theaterplatz 1, 91054 Erlangen
 Theater in der Garage, Theaterstr. 5, 91054 Erlangen
 Orangerie im Schlossgarten, Schlossgarten 1, 91054 Erlangen
 Kollegienhaus, Universitätsstr. 15, 91054 Erlangen
 Palais Stutterheim, Marktplatz 1, 91054 Erlangen
 Kunstverein – Neue Galerie, Hauptstr. 72, 91054 Erlangen
 Universitätsbibliothek, Schuhstr. 1 a, 91052 Erlangen
 Lamm-Lichtspiele, Hauptstr. 86, 91054 Erlangen
 Stadtmuseum Erlangen, Martin-Luther-Platz 9, 91054 Erlangen
 Glocken-Lichtspiele, Hauptstr. 46, 91054 Erlangen
 Kulturzentrum E-Werk, Fuchsenwiese 1, 91054 Erlangen
 Lesecafé, Hauptstr. 55 (Altstadtmarktpassage) 91054 Erlangen

 Bei Regen finden die für den Schlossgarten geplanten Veranstaltungen im Redoutensaal (Hauptpodium), im Markgrafentheater Oberes Foyer (Nebenpodium I), im Theater in der Garage (Nebenpodium II) und im Palais Stutterheim (Junges Podium Lesungen: Bürgersaal, 2. OG – Junges Podium Bilderbuch-Lesewiese: Innenhof) statt. Die Druck-Werkstatt verbleibt bei Regen im Zelt im Schlossgarten.

Veranstalter
Stadt Erlangen – Kulturamt


Neuerscheinung: Mogador

Mogador, rowohlt

MARTIN  MOSEBACH

MOGADOR
Kriminalroman

Nicht immer wird ein Sprung aus dem Fenster zum Sprung in eine andere Welt. Aber als der junge, auf der Karriereleiter seiner Bank schon ziemlich hoch hinaufgelangte Patrick Elff nach einem Gespräch im Polizeipräsidium aus dem Fenster springt, ist das der Beginn einer gefährlichen Reise. Er hat betrogen, die Entdeckung steht bevor. Nun sucht er Hilfe bei einem mächtigen marokkanischen Finanzmann, der ihm noch einen Gefallen schuldet, und flieht nach Mogador.

 Doch auch in der Stadt an der marokkanischen Atlantikküste erweist sich das Untertauchen als schwierig. Um der Aufmerksamkeit der Polizei zu entgehen, mietet er sich nicht in einem Hotel, sondern im Haus der Patronin Khadija ein, einem Universum im kleinen, einer verborgenen Welt mit eigenen, weit jenseits des Normalen liegenden Gesetzen: Khadija ist Hure und Kupplerin, Geldverleiherin, Zauberin und Prophetin. Patrick, der sich selbst als einen erlebt, der mehr oder weniger unfreiwillig in seine Tat hineingeschliddert ist, stößt hier auf eine Frau, die mit ihrem Willen einen Kult bis zur Selbstvergötzung treibt. Zum zweiten Mal in kürzester Zeit übertritt er die eben noch unverrückbar scheinenden Grenzen seines Lebens, sieht die Geisterwelt, lernt Schrecken kennen, die irdische Strafen übersteigen.

Mogador ist beides zugleich, Kriminalfall und Seelenreise, genaueste Wirklichkeitsbeobachtung und ins Dämonische ausschweifende Phantastik. Wie immer stehen Menschenschilderungen in der Mitte von Martin Mosebachs Erzählen: die unheimliche Khadija und ihr illoyales Faktotum Achmed, der mächtige Monsieur Pereira und Patricks kühl ironische Ehefrau Pilar. Die Reise nach Mogador wird zum Traum, der Patrick Elff auf den Boden der Realität zurückführt.

Autor:
Martin Mosebach, geboren 1951 in Frankfurt am Main, hat sich nach dem zweiten juristischen Staatsexamen 1979 in seiner Geburtsstadt als Schriftsteller niedergelassen und lebt dort noch heute. Sein erster Roman, Das Bett, kam 1983 heraus; seitdem sind zehn weitere Romane entstanden, dazu Erzählungen, Gedichte, Libretti und Essays über Kunst und Literatur, über Reisen, über religiöse, historische und politische Themen.


Martin Mosebach
Mogador
Hardcover
Euro 22,95 inkl. MwSt.    Buch kaufen



Lesungen ”Mogador” in Bayern:

Sonntag, 28.08.2016   Erlangen   11.00 Uhr     
Erlanger Poetenfest
 Podiumsdiskussion zum Thema "Europa erzählen":
 Markgrafentheater, Theaterplatz 2,  91054 Erlangen

Mittwoch, 21.09.2016  Kulmbach  19.30 Uhr    
Buchhandlung Friedrich, Holzmarkt 12, 95326 Kulmbach

Donnerstag, 22.09.2016   Nürnberg  20.00 Uhr    
Literaturhaus Nürnberg, Luitpoldstr. 6, 90402 Nürnberg

Dienstag, 04.10.2016   München 20.00 Uhr    
Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, 80333 München


Lesungen ”Mogador” in Deutschland:

Mittwoch, 31.08.2016   Hamburg   19.30 Uhr    
Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg

Montag, 12.09.2016   Frankfurt   19.30 Uhr    
Literaturhaus Frankfurt, Schöne Aussicht 2,  60311 Frankfurt

Dienstag, 18.10.2016   Karlsruhe  19.00 Uhr    
Literaturhaus im Prinz-Max-Palais, Karlstr. 10, 76133 Karlruhe

Mittwoch, 26.10.2016   Göttingen   21.00 Uhr    
im Rahmen des „Göttinger Literaturherbst":
 Altes Rathaus, Markt 9, 37073 Göttingen

Montag,  21.11.2016  Bonn   19.30 Uhr    
Literaturhaus Bonn-Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, 53111 Bonn


Freitag, 5. August 2016

Buchempfehlung: Der letzte Granatapfel

Bachtyar Ali

BACHTYAR  ALI

DER  LETZTE  GRANATAPFEL -  Roman

»Zwanzig Jahre lebte der Bildmagier aus Kurdistan unentdeckt in Deutschland. Nun legt der Unionsverlag seine bildmächtige Parabel über die Unterdrückung und den Bruderzwist der irakischen Kurden auf Deutsch vor.« Neue Zürcher Zeitung

Dieser Roman von scharfer Aktualität und berückender Poesie erzählt von verwunschenen Schlössern, von Bienenschwärmen und Honigsammlern, von Kindern auf Schlachtfeldern, von den weißen Schwestern, die mit ihren Liedern den Bazar verzaubern, von Freiheitskämpfern, die zu Fürsten werden, von Seelen in schwarzer Trauer – und von einem Jungen mit Namen Glasherz, der von einer Welt träumt, in der alles durchsichtig und rein ist.

An Bord eines Bootes, das ihn zusammen mit anderen Flüchtlingen in den Westen bringen soll, erzählt Muzafari Subhdam seine Geschichte. Selbst ein hochrangiger Peschmerga, rettete er dem legendären kurdischen Revolutionsführer einst das Leben, als sie von Truppen des Regimes umstellt waren. Er aber geriet in 21-jährige Gefangenschaft, mitten in der Wüste.

Sein ehemaliger Anführer Jakobi Snauber steht tief in seiner Schuld. Mithilfe eines Gefangenenaustauschs lässt er seinen Freund aus der Gefangenschaft zurückholen. Er bringt ihn in sein Schloss, weitab der zerstörten kurdischen Regionen und des gebeutelten Volkes. Muzafari Subhdam soll nichts erfahren von den Verwüstungen, die der Diktator und auch die zwei kurdischen Großparteien angerichtet haben, von Flucht und Tod so vieler Menschen.

Doch Muzafari Subhdam begibt sich auf eine Reise durch das, was aus seinem Land geworden ist. Eine Reise durch Geschichten, Geheimnisse und zu Personen, die ihm dabei helfen, seinen verschollenen Sohn zu finden. Eine Reise, die ihn schließlich auf den Weg führt, den Tausende schon vor ihm genommen haben: übers Mittelmeer in den Westen.


Autor:
Bachtyar Ali ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Schriftsteller und Poeten des autonomen irakischen Kurdistan. Er wurde 1966 in Sulaimaniya (Nordirak) geboren. 1983 geriet er durch sein Engagement in den Studentenprotesten in Konflikt mit der Diktatur Saddam Husseins. Er brach sein Geologiestudium ab, um sich der Poesie zu widmen. Sein erster Gedichtband Gunah w Karnaval (Sünde und Karneval) erschien 1992.

Nach dem Aufstand von 1991 und der damit verbundenen teilweisen Autonomie boten sich den Schriftstellern und Intellektuellen in den kurdischen Gebieten bisher ungekannte Artikulationsmöglichkeiten. Bachtyar Ali intensivierte seine eigene schriftstellerische Tätigkeit und widmete sich gleichzeitig der philosophischen Zeitschrift Azadi (Freiheit). Sein Werk umfasst Romane, Gedichte und Essays. In Kurdistan gewann er großes Ansehen durch seine unparteiische Haltung und seine offene Kritik an den politischen und sozialen Verhältnissen in seiner Heimat.

2005 kürte das Bildungsministerium des autonomen irakischen Kurdistan den Roman „Die Stadt der weißen Musiker“ zum besten Buch des Jahres. 2009 erhielt er als Erster den HARDI-Literaturpreis, der zum größten Kulturfestival im kurdischen Teil des Irak gehört. 2014 wurde er mit dem neu eingerichteten Sherko Bekas-Literaturpreis ausgezeichnet. Er lebt seit Mitte der Neunzigerjahre in Deutschland.

Aus dem Kurdischen (Sorani) von Ute Cantera-Lang und Rawezh Salim

Bachtyar Ali
Der letzte Granatapfel
352 Seiten
Hardcover, gebunden
1.Auflage 2016
Euro 22,- inkl. MwSt.  Buch kaufen


Termine mit Bachtyar Ali:
19.10.2016
Buchmesse Frankfurt

08.11.2016 Hamm  20:00 Uhr
Lesung und Gespräch
Moderation: Yilmaz Holtz-Ersahin
Lesung aus der deutschen Buchausgabe: Heinz Bäumer.
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

Schloss Ermelingshof
Geinegge 38, 59075 Hamm  

17.11.2016 München  19:00 Uhr
Lesung und Gespräch
Moderation: Cornelia Zetzsche vom Bayerischen Rundfunk.
Lesung aus der deutschen Ausgabe: Gert Heidenreich

Gasteig/Carl-Orff-Saal
Rosenheimer Straße 5, 81667 München  

21.11.2016 Heidelberg
Lesung und Gespräch
Moderation: Dr. Gerwig Epkes, SWR  

DAI
Sophienstrasse 12, 69115 Heidelberg

17.03.2017 Frankfurt 19:30 Uhr
Lesung und Gespräch
Moderation und Lesung aus der deutschen Ausgabe: Ulrich Sonnenberg

Stadtteilbibliothek Rödelheim
Radilostrasse 17-19, 60489 Frankfurt/Main  


Donnerstag, 4. August 2016

AKTUELL und WICHTIG: Mit Feuer und Schwert - Wie Christen im Nahen Osten verfolgt werden

Styria

HANS-JOACHIM  LÖWER

MIT  FEUER  UND  SCHWERT

Wie Christen heute im Nahen Osten verfolgt werden
Tod im Namen der Religion

Hassparolen an Klostermauern, Brandanschläge auf Kirchen, Menschenhatz auf offener Straße: Die Christen im Nahen Osten erleben eine blutige Zeit. Fanatische Islamisten, aber auch extremistische Juden haben ihnen den Kampf angesagt. Ausgerechnet in der Region ihres Ursprungs ist eine zweitausendjährige Kultur vom Untergang bedroht.

Drei Monate lang recherchierte Hans-Joachim Löwer an den Fronten des derzeit größten Konfliktherds der Welt, von der Türkei über Syrien bis nach Ägypten. Er traf einen gefolterten Priester, traumatisierte Flüchtlinge und Mönche, aber auch Christen, die mit Waffen um ihr Überleben kämpfen. Doch es gibt nicht nur Hass: Der Autor entdeckte auch erstaunliche Projekte interreligiöser Zusammenarbeit, die aller Gewalt trotzen und Hoffnung für eine friedlichere Zukunft geben.

Aus dem Inhalt
• Vakifli (Türkei): Wie das letzte Armenierdorf mit seiner Geschichte umgeht
• Wadi Natroun (Ägypten): Wie koptische Mönche mit ihren muslimischen Nachbarn leben
• Maala (Syrien): Wo ein Pilgerort zum Schlachtfeld wird
• Sinya (Irak): Wie eine christliche Familie sechs Monate unter dem „Islamischen Staat“ übersteht
• Jerusalem (Israel): Wie radikale Kräfte auf Kirchenmänner losgehen
• Bethlehem (Palästina): Weshalb Christen den Geburtsort Jesu verlassen u.v.m.

Autor:
Hans-Joachim Löwer, geb. 1948, war 16 Jahre Auslandsreporter des „Stern” und Redakteur für die deutschsprachige Ausgabe von „National Geographic”. Er bereiste Afrika und Lateinamerika, den Nahen Osten und große Teile Asiens. In den 1990er-Jahren leitete er Selbsthilfeprojekte in Mexiko, Guatemala, Peru, Kolumbien, Brasilien, Südafrika und Namibia.
Bei Styria premium erschien zuletzt der Titel: „Die Stunde der Kurden“ (2015)

Hans-Joachim Löwer
Mit Feuer und Schwert
256 Seiten mit Bildern
Hardcover mit Schutzumschlag
Format: 14,5 x 21,5 cm
1.Auflage 2016
Euro 24,90 inkl. MwSt.  Buch kaufen


NEU und Aktuell: Islam verstehen

Klett-Cotta
GERHARD  SCHWEIZER 

ISLAM  VERSTEHEN
Geschichte, Kultur und Politik

Der Islam und der Westen - ein Jahrtausendkonflikt

Orient und Okzident, die islamische Welt und der Westen drohen in Parallelwelten zu zerbrechen. umso wichtiger ist es, jetzt die Kenntnisse und das Verständis über beide Weltkulturen zu vertiefen. Gerhard Schweizer entfaltet ein nuanciertes Bild dieses Jahrtausendkonflikts.
Ein Standardwerk für alle politisch wie zeitgeschichtlich Interessierten, die den Islam verstehen wollen.


Autor:
Gerhard Schweizer, 1940 in Stuttgart geboren, promovierte an der Universität Tübingen in Empirischer Kulturwissenschaft.
Heute lebt er als freier Schriftsteller in Wien, wenn er nicht gerade auf Reisen recherchiert und Material für neue Reportagen und Bücher sammelt.

Er ist einer der führenden Experten für die Analyse der Kulturkonflikte zwischen Abendland und Orient und gilt als ausgewiesener Kenner der islamischen Welt. Gerhard Schweizer hat dazu mehrere Bücher veröffentlicht, die als Standardwerke gelten. Einem breiten Publikum wurde er vor allem durch seine Bücher über den asiatischen und arabischen Raum bekannt.

Gerhard Schweizer
Islam verstehen
610 Seiten
broschiert
1.Auflage 2016
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