Dienstag, 20. Februar 2018

Wenn das Volk sich erhebt

Kiepenheuer % Witsch
GERO  VON  RANDOW

WENN  DAS  VOLK  SICH   ERHEBT
Schönheit und Schrecken der Revolution - Die Zeit der Revolutionen ist nicht vorbei

Warum ist es so ein besonderer, geradezu erhabener Moment, wenn das Volk sich erhebt, auf dem Tahrir-Platz in Kairo oder auf dem Maidan in Kiew? Warum begeistern wir uns für Revolutionen, auch wenn wir wissen, dass sie ihre eigentlichen Ziele nicht erreichen, niedergeschlagen oder verraten werden – meist von den Revolutionären selbst? In seinem packend geschriebenen, sehr persönlichen Buch schildert von Randow sein Erleben von Revolutionen und geht der Frage nach, ob sie noch ein Zukunftsmodell sind. Seine Antworten sind hochaktuell und überraschend.

Vor 100 Jahren siegte die russische Oktoberrevolution. Und vor 50 Jahren glaubte eine ganze Generation junger Leute, es sei wieder die Zeit der Revolutionen gekommen. Was blieb davon? Nur Resignation? Und was ist das überhaupt – eine Revolution?

Dem Autor wurde im Jahr 2011 Anschauungsunterricht erteilt, als er Augenzeuge der tunesischen Revolution wurde. Seine These: Revolutionen kommen unversehens. Und doch lassen sich Muster erkennen.

Der Blick des Autors richtet sich auf den amerikanischen Kontinent, auf West- und Osteuropa, Afrika und Asien. Er durchstreift die Jahrhunderte, von den aufständischen Sklaven des Altertums über die Revolutionäre von 1789 und die kommunistische Weltbewegung bis zu den Rebellen der Gegenwart, immer auf der Suche nach Tatsachen und Ideen, die das ungewöhnlichste, facettenreichste Phänomen der Geschichte erhellen können, die Revolution. (Verlagstext)


Autor:
Gero von Randow ist ein mehrfach preisgekrönter Journalist und Buchautor, geb. 1953  Er wurde 1992 Wissenschaftsredakteur der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT. Von 2001 bis 2003 wirkte er am Aufbau der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung als Chef des Wissenschaftsressorts mit und kehrte dann zur ZEIT als politischer Redakteur zurück. Von 2005 bis 2008 war er Chefredakteur von ZEIT ONLINE, 2008 bis 2013 Korrespondent der ZEIT in Paris, seither arbeitet er als ZEIT-Redakteur im Ressort Politik.    (Verlagstext)


Gero von Randow
Wenn das Volk sich erhebt
320 Seiten, Pappband
1.Auflage 2017

Euro 22,-  inkl. MwSt.    jetzt kaufen

Sonntag, 18. Februar 2018

Madame Lafrance NEUERSCHEINUNG

Sujet
 MAISSA  BEY

MADAME  LAFRANCE   Roman

Der Roman Madame Lafrance umfasst die 132 Jahre währende Geschichte Algeriens unter französischer Kolonialherrschaft. In 25 Bildern (Kapiteln) zeichnet die Autorin deren Hauptetappen von der Landung der französischen Armada am 14. Juni 1830 über den von Emir Abdel Kader geführten Widerstand bis hin zum blutigen Befreiungskrieg (1954–1962), das Wüten der Terrororganisation OAS und die Ausrufung der Unabhängigkeit, die mit einer Fluchtbewegung nahezu aller Algerienfranzosen einherging.

Dennoch vermittelt die Autorin das Thema nicht als Historikerin, sondern als Schriftstellerin, die mit Worten spielerisch umzugehen versteht. Durch die Geschichte führt uns das Kind, Hüter der Erinnerung, es ist Beobachter der Situation und zugleich vorsichtiger Kommentator, der im Laufe der Jahrzehnte mehr und mehr Position ergreift.

Autorin:
Maïssa Bey, geb. 1950 lebt in Sidi Bel Abbès in Westalgerien. Sie studierte Romanistik in Algier und übte danach eine Lehrtätigkeit aus. Sie schreibt in Französisch. Maïssa Bey hat bewusst ihr Land Algerien nicht verlassen. Sie ist Gründerin und Vorsitzende der Frauenvereinigung "Parole et écriture". Von ihr liegen Romane, Novellen und Theaterstücke vor.  (Verlagstext)

Aus dem Französischen übersetzt von Christine Belakhdar.

Maïssa Bey
Madame LaFrance
Gebunden mit Schutzumschlag
180 Seiten
1. Auflage Oktober 2017  
Euro 21,90 inkl. MwSt.


Zeitungsartikel anlässlich der Buchpremiere zu Maïssa Beys neuem Roman vom 16./17.09.2017.

Donnerstag, 15. Februar 2018

Meine Algerische Familie NEUERSCHEINUNG

Kiepenheuer Witsch
ALICE  SCHWARZER

MEINE  ALGERISCHE  FAMILIE

Der Muezzin und die Kuckucksuhr.
Dieses Buch ist eine Überraschung. Denn wer wusste schon, welch enge und liebevolle Beziehung Alice Schwarzer seit Jahrzehnten zu einer Familie in Algerien hat, einer Familie, die in ihrer Vielfalt und Lebendigkeit ein regelrechtes Abbild dieses nordafrikanischen Landes zwischen Tradition und Moderne ist, zwischen islamistischer Bedrohung und demokratischen Hoffnungen?

Zuerst traf Alice Schwarzer 1989 Djamila, eine algerische Journalistin, die nach dem drohenden Wahlsieg der Islamisten und dem von ihnen angezettelten Bürgerkrieg mit über 200.000 Toten in den 90er-Jahren wie viele andere um ihr Leben fürchten musste und für einige Jahre nach Deutschland emigrierte. Doch Djamila hat Eltern und Großeltern, Brüder und Schwestern, Neffen und Nichten, die Alice Schwarzer in deren Heimat bei Neujahrsfeiern, Ferienbesuchen und Hochzeiten kennen und lieben lernte. Diese Familie lässt Alice Schwarzer zusammen mit der Fotografin Bettina Flitner in ihrer ganzen Vielfalt lebendig werden: die Generation der Alten, geprägt von der Kolonialzeit, dem Befreiungskrieg und den Jahren des Aufbruchs, in dem Algier »das Mekka der Revolution« war; die Generation, die die »schwarzen Jahre« des islamistischen Terrors und der politischen Repression durchlebte – und die jungen Leute von heute zwischen High Heels und Verschleierung, zwischen Instagram und spätsozialistischer Stagnation.

Autorin:
Alice Schwarzer, ist eine deutsche Journalistin und Essayistin. In ihrer Zeit als politische Korrespondentin in Paris war sie zu Beginn der 1970er Jahre eine der Pionierinnen des Mouvement de la liberation des femmes (MLF). Ihre Gespräche mit Simone de Beauvoir in den Jahren 1971-1983 erschienen als Buch in mehreren Sprachen. 1971 initiierte sie in Deutschland die Aktion „Ich habe abgetrieben – und fordere das Recht für jede Frau dazu“. Der Kampf gegen Abtreibung wurde zum Auslöser für die deutsche Frauenbewegung. 1977 gründete sie das politische Frauenmagazin EMMA, dessen Verlegerin und Chefredakteurin sie bis heute ist. Sie veröffentlichte bisher insgesamt 21 Bücher als Autorin und 22 Bücher als Herausgeberin. Darunter 1975 den in 12 Sprachen übersetzten Bestseller »Der kleine Unterschied und seine großen Folgen« (über die Rolle von Liebe und Sexualität bei der Unterdrückung von Frauen), sowie Biografien u.a. über Gräfin Dönhoff und Romy Schneider. 2013 publizierte sie als Herausgeberin: »Prostitution – ein deutscher Skandal«.

Über den Islamismus veröffentlichte Schwarzer seit 1979 zahlreiche Artikel und gab bei KiWi drei Bücher heraus: »Die Gotteskrieger und die falsche Toleranz« (2002), »Die große Verschleierung. Für Integration, gegen Islamismus« (2010) sowie »Der Schock – Die Silvesternacht von Köln« (2016). 2011 erschienen die Lebenserinnerungen von Alice Schwarzer: »Lebenslauf«.
Mehr Informationen auf www.aliceschwarzer.de.   (Verlagstext)

Mit zahlreichen Fotos von Bettina Flitner

Alice Schwarzer
Meine algerische Familie
224 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Fotografien  
1.Auflage 2018
Erschienen am: 15.02.2018
Euro 22,- inkl. MwSt.    jetzt kaufen



Montag, 20. November 2017

Rezension Jenseits von Afrika

Manesse
Rezension  
Jenseits von Afrika - Tania Blixen  

„Ich hatte eine Farm in Afrika am Fuße der Ngong-Berge.“ Wer kennt ihn nicht, den ersten Satz des Films über das Leben der Baronin von Blixen in Kenia. Auch das vorliegende Buch beginnt damit. Es ist die Übersetzung des dänischen Originals „De afrikanske Farm“ auf Deutsch „Jenseits von Afrika“.

Karen-Tania Dinesen, geboren 1885, wächst in der Nähe von Kopenhagen auf. Mal nennt sie sich Tania, dann wieder Karen. Weil sie ihre Liebe in Dänemark nicht heiraten kann, begnügt sie sich mit dem Zwillingsbruder Bror, reist im Dezember 1913 nach Kenia und wird Anfang 1914 Baronin von Blixen-Finecke. Die Ehe wird 1925 geschieden, aber Karen-Tania betreibt die gekaufte Kaffeefarm weiter. Obwohl die Lage an den Ngong-Bergen eigentlich zu hoch ist, wird Kaffee angebaut und daran festgehalten, mit mal mehr und mal weniger Erfolg. Die vielen Missernten, die verschwenderischen Ausgaben von Ehemann Bror und andere Umstände führen dazu, dass die Farm verkauft werden muss und Karen-Tania Blixen 1931 nach Dänemark zurückkehrt.  

Der 1. Weltkrieg ist ausgebrochen und in Kenia stehen sich Briten und Deutsche gegenüber, doch es sind die einheimischen Afrikaner, die als Kanonenfutter vorgeschickt werden. Doch davon erfährt der Leser nur indirekt.

Im Buch reihen sich Geschichten, die teils in Kenia und teil als Erinnerung in Dänemark verfasst wurden, aneinander. Mal ist man „mitten im Geschehen“, dann merkt man beim Lesen schon den Abstand zu den beschriebenen Ereignissen. Etliche Szenen, die in der Verfilmung groß  dargestellt werden, sind im Buch nur beiläufig erwähnt, wie der große Brand der „Kaffeemühle“.
Vieles andere fehlt im Film, was das Buch sehr lesenswert macht: Da gibt es die Frauen des somalischen Dieners Farah, zu denen sich Tania Blixen besonders hingezogen fühlte, die Auseinandersetzungen der Kikuyu auf der Farm, der Junge Kamante, der nach einem Krankenhausaufenthalt zum Christen wurde und viele andere.
Interessant sind ebenso die Beschreibungen über die Massai, die Kikuyu, die verschiedenen Leute, die zeitweise auf der Farm lebten oder sie besuchten, wie der alte Knudsen, ein Däne, der in Nordschweden als Köhler arbeitete und auf die Idee kam, den Indern in Nairobi Holzkohle zu verkaufen.
Einige Erzählungen sind kurz und wirken eher wie Randnotizen oder flüchtige Gedanken.

Tania Blixen schreibt als Frau ihrer Zeit und gebraucht Ausdrücke, die heute nicht mehr üblich sind (Negermädchen). Für heutige Leser scheinen manche Passagen diskriminierend und rassistisch („Was ich vom Wild gelernt hatte, konnte ich im Umgang mit den Eingeborenen anwenden.“), für die damalige Zeit im ersten Weltkrieg und danach aber normal, denn die Länder Afrikas waren noch fest in weißer Hand mit all ihren negativen kolonialistischen Auswirkungen.

Obwohl sich Tania Blixen sehr für „ihre“ Kikuyu einsetzte und die Massai, Somali („Was mich betrifft, so habe ich die Eingeborenen, die ich in Afrika antraf vom ersten Tage an geliebt.“ … „Die Begegnung mit den dunklen Leuten war für mich ein Erlebnis wie für Kolumbus die Entdeckung Amerikas und in gleicher Weise eine Erweiterung meiner gesamten Welt.“) sowie die anderen Besucher und vorübergehende Gäste der Farm mit Respekt behandelt, findet sie doch keinen rechten Zugang zu ihnen. Sie versucht sich in ihre Mitbewohner und Mitmenschen hineinzuversetzen, um sie besser zu verstehen, was ihr aber kaum gelingt. Doch mit der Zeit „entwickelte sich aus meiner Bekanntschaft mit den Eingeborenen (auf der Farm und bei Jagdexpeditionen) allmählich eine gewohnheitsmäßige, persönliche Beziehung. Wir wurden gute Freunde“ schreibt die Baronin.

Und diese Freundschaft und dadurch der persönlichere Einblick, den ihr die Kenianer gewähren, den Tania Blixen im Buch festhält, macht die Lektüre besonders lesenswert, denn oft weicht der Blick vom Oberflächlichen ab und man erfährt als Leser viel mehr über Land und Leute, Gefühle, Schmerz, Heiterkeit und Tod.

Erst nach über 250 Seiten werden im Kapitel „Gäste auf der Farm“ Weiße vorgestellt. Die Beziehung zu Denys Finch Hatton, die von 1918 bis 1929 dauerte, im Film ein Schwerpunkt, wird im Buch eher beiläufig beschrieben. Erst als er 1931 stirbt, nach zweijähriger Trennung von  Tania Blixen, schreibt sie mehr über ihn und beschreibt die Umstände seiner Beerdigung auf den Ngong-Bergen.
Kaum eine Erwähnung findet ihr Mann Bror.

1931 kehrt Baronin Blixen-Finecke nach Dänemark zurück und bleibt dort bis zu ihrem Tod 1962.  

Am Ende des Buches befinden sich das Inhaltsverzeichnis, eine editorische Notiz und das Nachwort von Ulrike Draesner.

Fazit:
Diese Neuübersetzung von Gisela Peret aus dem Manesse Verlag von 2017 ist einmal mehr ein Buchkunsthandwerk deutscher Qualität, trotz des kleinen, aber handlichen Formats gut zu lesen und passt in jede Handtasche.
Wer sich nach Afrika bzw. nach Kenia träumen will hat mit diesem Buch einen interessanten, aber melancholischen Reisebegleiter des frühen 20. Jahrhunderts, der die Natur und die Situation von damals gut beschreibt.

Sehr empfehlenswert 

zum Angebot


NEU: Iran verstehen

Klett-Cotta
GERHARD  SCHWEIZER

IRAN  VERSTEHEN  -  Geschichte, Gesellschaft, Religion

Mit profunder Kenntnis schildert der Kulturwissenschaftler Gerhard Schweizer Höhen und Tiefen iranischer Geschichte, von Persien, über Zarathustra bis zur Islamischen Republik, und schenkt Kultur wie Politik gleichermaßen Aufmerksamkeit.

Gerhard Schweizer verknüpft seinen historischen Rückblick mit der Analyse von Zeitgeschichte und Politik und wagt eine vor- und umsichtige Prognose für den Iran, durch den er im Herbst 2016 erneut gereist ist. Unmittelbar und authentisch gelingen ihm Einblicke in die neuesten Entwicklungen des schiitischen Gottesstaates.

Gerhard Schweizer ist ein bedeutender Kenner des Iran und Vermittler zwischen den Welten.
Die aktualisierte Neuausgabe bietet eine klischeefreie Neubewertung des Iran nach der Iran-Reise Gerhard Schweizers im Herbst 2016.


Autor:
Gerhard Schweizer, 1940 in Stuttgart geboren, promovierte an der Universität Tübingen in Empirischer Kulturwissenschaft. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Wien, wenn er nicht gerade auf Reisen recherchiert und Material für neue Reportagen und Bücher sammelt.
Er ist einer der führenden Experten für die Analyse der Kulturkonflikte zwischen Abendland und Orient und gilt als ausgewiesener Kenner der islamischen Welt. Gerhard Schweizer hat dazu mehrere Bücher veröffentlicht, die als Standardwerke gelten. Einem breiten Publikum wurde er vor allem durch seine Bücher über den asiatischen und arabischen Raum bekannt.  (Verlagsinformationen)


Gerhard Schweizer
Iran verstehen
broschiert
720 Seiten
1. Auflage  Oktober 2017
nur Euro 12,95  inkl. MwSt.  jetzt kaufen



Mittwoch, 15. November 2017

NEU und aktuell: Diktatoren als Türsteher Europas

Ch.Links

CHRISTIAN  JAKOB,  SIMONE  SCHLINDWEIN

DIKTATOREN  ALS  TÜRSTEHER  EUROPAS
Wie die EU ihre Grenzen nach Afrika verlagert

Europa zieht seine Grenzen durch Afrika. Migrationskontrolle ist in der EU zu einer Frage von höchster innenpolitischer Bedeutung geworden. Mit Hochdruck baut sie daher ihre Beziehungen zu den Regierungen auf dem afrikanischen Kontinent aus. Diese sollen ihre Bürger daran hindern, nach Europa zu gelangen. Die EU bietet dafür Militär- und Wirtschaftshilfe in Milliardenhöhe. Sie arbeitet mit Regimen zusammen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, und bildet deren Polizei und Armeen aus.

Die Bewegungsfreiheit in Afrika wird eingeschränkt, Entwicklungshilfe wird umgewidmet und an Bedingungen geknüpft: Wer Migranten aufhält, bekommt dafür Geld. Am meisten profitieren IT-Unternehmen sowie Rüstungs- und Sicherheitskonzerne in Europa.

Seit Jahren recherchieren Simone Schlindwein und Christian Jakob zu diesem Thema. Ihr Buch ist die erste umfassende Darstellung der neuen europäischen Afrikapolitik.

»Von geschützten Grenzen und der Öffnung der Märkte träumt die EU. Von geschützten Märkten und offenen Grenzen träumt Afrika. Solange dieses Interessensdilemma nicht gelöst ist, wird es keine echte Partnerschaft geben.«  Christian Jakob, Simone Schlindwein

Autoren:
Susanne Schlindwein, Jahrgang 1980, von 2006 bis 2008 u. a. Moskau-Korrespondentin des Spiegel, seit 2008 in Uganda basiert und Korrespondentin der taz für die Region der Großen Seen: DR Kongo, Ruanda, Burundi, Uganda, Zentralafrikanische Republik, Südsudan, 2016 Auszeichnung mit dem Journalistenpreis »Der lange Atem« (zusammen mit Dominic Johnson) für ihre Recherchen über die FDLR in Ruanda, der DR Kongo und Deutschland sowie das dazugehörige Buch »Tatort Kongo«.

Christian Jakob, Jahrgang 1979, Studium der Soziologie, Volkswirtschaft, Philosophie in Bremen und Mailand, Global Studies in Berlin, Buenos Aires und Delhi. Seit 2006 Redakteur der tageszeitung, zuerst bei der taz Nord in Bremen, dann im taz1-Ressort in Berlin, seit 2014 Reporter. Für seine Berichterstattung zur Asylpolitik wurde er 2015 für den Journalistenpreis »Der lange Atem« nominiert.
 (Verlagsinformationen)


Christian Jakob   Simone Schlindwein  
Diktatoren als Türsteher Europas
Broschur
320 Seiten
Format: 12,5 x 20,5 cm
1.Auflage Oktober 2017
Nur Euro 18,-  inkl. MwSt.  jetzt kaufen


NEU Das goldene Rhinozeros - Afrika im Mittelalter

Beck

FRANCOIS - XAVIER  FAUVELLE

DAS  GOLDENE  RHINOZEROS
Afrika im Mittelalter

Afrika im goldenen Zeitalter – das sind die verschollenen acht Jahrhunderte von den nubischen Königreichen bis zu jenem Tag im Jahr 1498, an dem die Karavelle von Vasco da Gama im Indischen Ozean auftaucht und die Kolonisation durch die Europäer beginnt. François-Xavier Fauvelle nimmt uns in seinem wunderbar geschriebenen Buch mit auf eine außergewöhnliche Reise durch das historische Afrika und zeigt uns seine zu Unrecht vergessenen Schätze.

Dürers Rhinozeros kennt jeder. Aber das goldene Rhinozeros von Mapungubwe? In 34 Kapiteln führt dieses Buch durch die faszinierende Geschichte Afrikas vor der Ankunft der Weißen – ein Thema, über das es bezeichnenderweise bis vor kurzem nicht ein einziges Buch in deutscher Sprache gab.

Wer sich mit François-Xavier Fauvelle auf seine Spritztour durch das afrikanische „Mittelalter“ einlässt, der wird jedoch reich belohnt. Von Ostafrika und Nubien, der Zentralsahara und Marokko, Äthiopien, Mali und dem Senegal bis nach Madagaskar und ans Horn von Afrika geht die Reise durch eine unbekannte Welt der versunkenen Wüstenreiche und Stammesherrschaften, auf der es viel zu entdecken gibt: das reiche Erbe eines bis heute unterschätzten Kontinents.  

Autor:
François-Xavier Fauvelle ist Professor für Afrikanische Geschichte an der Universität Toulouse und ein international anerkannter Fachmann für Afrika vor der Kolonialzeit. Sein Buch „Das goldene Rhinozeros“ wurde mit dem Großen Preis des Geschichtsfestivals „Rendez-vous de l’histoire“ von Blois ausgezeichnet.
(Verlagsinformationen)

Aus dem Französischen übersetzt von Thomas Schultz

François-Xavier Fauvelle
Das goldene Rhinozeros
Gebunden mit Lesebändchen
47 Abbildungen, 3 Karten
320 Seiten
1.Auflage August 2017
Euro 29,95  inkl. MwSt.  jetzt kaufen

NEU: Die Karte des Piri Re'is

Beck

SUSANNE  BILLIG

DIE  KARTE  DES  PIRI  RE‘IS
Das vergessene Wissen der Araber und die Entdeckung Amerikas

Die Atlantikkarte des osmanischen Generals Piri Re’is, die um 1500 entstand, gibt seit Langem Rätsel auf: Die Ostküste Südamerikas ist erstaunlich präzise dargestellt – viel genauer, als Europäer sie schon kennen konnten. Erst 200 Jahre später erreichten portugiesische Karten ein ähnliches Niveau. Die Karte des Piri Re’is erweist sich als eine Frucht des geografischen und nautischen Wissens der Araber vor Kolumbus.

Seit dem 12. Jahrhundert haben arabische Seefahrer versucht, das "Meer der Finsternis" in westlicher Richtung zu überqueren. Sie folgten Berichten über Reichtümer auf der anderen Seite, aber sie vertrauten auch ihrer hochentwickelten Nautik. Schon Jahrhunderte vor den Europäern konnten Araber Längen- und Breitengrade verlässlich ermitteln und exakte Karten zeichnen. Susanne Billig führt anhand zahlreicher Abbildungen in die arabische Astronomie, Nautik, Kartografie und Seefahrt ein und zeigt, wie dieses Wissen von den technisch rückständigen Europäern übernommen wurde, die seine arabische Herkunft verschleierten. Ihr faszinierendes Buch folgt den bahnbrechenden Forschungen des großen Orientalisten Fuat Sezgin, die hier erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.  

Vorwort von Detlev Quintern

Autorin:
Susanne Billig arbeitet als Wissenschaftsjournalistin für große öffentlich-rechtliche Radiosender. Daneben ist sie als Buch- und Drehbuchautorin tätig. Der Kinofilm "Verfolgt", der nach ihrem Drehbuch entstand, erhielt auf dem Filmfestival in Locarno einen Goldenen Leoparden. (Verlagsinformationen)


Susanne Billig
Die Karte des Piri Re'is
Gebunden
58 Abbildungen, 4 Karten
303 Seiten
1.Auflage August 2017
Euro 18,95  inkl. MwSt.  jetzt kaufen


Neu und aktuell: Mugabe

Beck

CHRISTOPH  MARX

MUGABE  -  Ein afrikanischer Tyrann

Robert Mugabe ist der ewige Diktator. Seit 1980 regiert er Simbabwe, das sich unter seiner Herrschaft von der Schweiz Afrikas in ein Armenhaus verwandelte. Die Korruption blüht, Opposition wird unterdrückt. Sehr viel Blut klebt an seinen Händen.

Kaum ein afrikanischer Politiker polarisiert so sehr wie Robert Mugabe. Ungeschönt und anschaulich erzählt Christoph Marx das Leben dieses ebenso intelligenten wie skrupellosen Diktators, der Simbabwe ins Elend stürzte.

Während Mugabe im Westen als Prototyp des afrikanischen Despoten gilt, wird er in Afrika trotz seiner jahrzehntelangen Gewaltherrschaft über Simbabwe und der Zerstörung des Landes immer noch erstaunlich positiv gesehen. Doch auch in Europa wurde Mugabe lange als Befreier gepriesen. Die Vorstellung, er sei ein gefallener Revolutionär, hält sich hartnäckig. Christoph Marx zeichnet nun ein neues Bild Mugabes und zeigt, dass dem vermeintlichen Hoffnungsträger von einst von Anfang an jedes Mittel recht war, um ... seine alles überschattende Machtgier zu stillen.

Autor:
Christoph Marx ist Professor für Außereuropäische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen. (Verlagsinformationen)

Christoph Marx
Mugabe
Klappenbroschur
11 Abbildungen, 3 Karten
333 Seiten
1.Auflage August 2017
Euro 18,-  inkl. MwSt.  jetzt kaufen


NEU: Licht aus dem Osten

rororo

PETER  FRANKOPAN

LICHT  AUS  DEM  OSTEN  -  Eine neue Geschichte der Welt 

«‹Eine neue Geschichte der Welt› – dieses Buch verdient den Titel voll und ganz.»

Peter Frankopan lehrt uns, die Geschichte neu zu sehen – indem er nicht Europa, sondern den Nahen und Mittleren Osten zum Ausgangspunkt macht. 

Hier entstanden die ersten Hochkulturen und alle drei monotheistischen Weltreligionen; ein Reichtum an Gütern, Kultur und Wissen, der das Alte Europa seit jeher sehnsüchtig nach Osten blicken ließ.


Frankopan erzählt von Alexander dem Großen, der Babylon zur Hauptstadt seines neuen Weltreichs machen wollte;
von Seide, Porzellan und Techniken wie der Papierherstellung, die über die Handelswege der Region Verbreitung fanden;
vom Sklavenhandel mit der islamischen Welt, der Venedig im Mittelalter zum Aufstieg verhalf;
von islamischen Gelehrten, die das antike Kulturerbe pflegten, lange bevor Europa die Renaissance erlebte;
von der Erschließung der Rohstoffe im 19. Jahrhundert bis hin zum Nahostkonflikt.

Schließlich erklärt Frankopan, warum sich die Weltpolitik noch heute in Staaten wie Syrien, Afghanistan und Irak entscheidet.

Peter Frankopan schlägt einen weiten Bogen, und das nicht nur zeitlich: Er rückt zwei Welten zusammen, Orient und Okzident, die historisch viel enger miteinander verbunden sind, als wir glauben. Ein so fundiertes wie packend erzähltes Geschichtswerk, das wahrhaft die Augen öffnet.

Autor:
Peter Frankopan, geboren 1971, zählt zu den profiliertesten Historikern Großbritanniens. Er ist Leiter des Zentrums für Byzantinische Studien an der Universität Oxford und lehrte als Gastdozent unter anderem an den Universitäten Cambridge, Harvard, Yale und Princeton. Als Experte für die Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens äußert sich Frankopan regelmäßig in der nationalen und internationalen Presse. Sein letztes Buch «Licht aus dem Osten. Eine neue Geschichte der Welt» stand lange auf der «Spiegel»-Bestsellerliste.
(Verlagsinformationen)

Aus dem Englischen übersetzt von: Norbert Juraschitz und Michael Bayer


Peter Frankopan
Licht aus dem Osten
Hardcover  
944 Seiten
Deutsche Erstausgabe
1.Auflage 2016
Euro 39,90 inkl. MwSt.  jetzt kaufen


Peter Frankopan
Licht aus dem Osten
Taschenbuch
944 Seiten
1.Auflage  September 2017
Nur Euro 19,99 inkl. MwSt.  jetzt kaufen