Donnerstag, 10. September 2015

NEU: Frühgeschichte der Mittelmeerkulturen

J.B.Metzler

Neuerscheinung

ANNE - MARIA  WITTKE  (Hrsg.)

FRÜHGESCHICHTE  DER  MITTELMEERKULTUREN

Historisch-archäologisches Handbuch
Regionen, Kulturen, Kulturkontakte

Aus der Enzyklopädie der Antike „Der Neue Pauly“ ist dieses Handbuch soeben neu erschienen. Es beinhaltet Beiträge zu übergreifenden Sachthemen wie Herrschaft, Krieg, Religion, Schrift und Wirtschaft und beschreibt die mediterranen Kulturen vom 12. bis 6. Jahrhundert vor Christus.

Reihe: Der Neue Pauly - Supplemente, 2. Staffel, Band 10



Anne-Maria Wittke
Frühgeschichte der Mittelmeerkulturen
45 s/w-Abbildungen und Karten
Gebunden mit Schutzumschlag im Schuber
656 Seiten
1.Auflage, 07.September 2015
Euro 199,95 inkl. MwSt   Buch kaufen

Freitag, 4. September 2015

Rezension. AFRIKA - Geschichte eines bunten Kontinents

Peter Hammer

Rezension

Lutz van Dijk

AFRIKA - Geschichte eines bunten Kontinents   

Dieses Buch regt zum Nachdenken an. Ein Sprichwort aus Westafrika trifft es genau: „Wenn Du das erste Mal hierher kommst, dann mach‘ die Augen auf und nicht den Mund.“

Wir sind alle Afrikaner
Afrika ist der älteste Kontinent, die Landmasse, die als erste erkaltete und auf der sich Leben entwickelte. Alle Menschen auf allen Kontinenten sind im Grunde genommen Afrikaner, denn nur dort haben die Menschen die größte genetische Vielfalt, die sie an alle Nachkommen verteilt haben, die die Welt heute bevölkern, wie erst vor kurzem bewiesen wurde.

Die wesentlichen Erbinformationen wurden von weiblichen Vorfahren weitergegeben, wonach der erste Mensch nur eine Frau sein konnte! Afrikaner, wie der Zulu Credo Mutwa aus Natal in Südafrika schreibt in einer der ersten Darstellungen afrikanischer Geschichte überhaupt: „Es wird gesagt, dass der Große Geist das Universum … geschaffen hat … und dazu ein Wesen brauchte, das … die Erste Göttin genannt wird…“ Andere Entstehungsmythen berufen sich auf Frauen, auf die Mutter Erde oder auf ein (Ehe-)Paar. Auch in der Sprache kann man vermuten, dass es eine gemeinsame Muttersprache gab, denn es ist auffällig, dass sich das Wort „Mama“ in fast allen Sprachen so oder ähnlich erhalten hat, „auch wenn diese sonst wenig gemein haben.“ Erste Felsgravuren und Felsmalereien von Tieren, Menschen und Pflanzen sind Vorläufer der Schrift und mehr als 12000 Jahre alt. Sie sind in Namibia, Südafrika und in der Sahara zu bewundern.

Afrikanische Geschichte ohne Europäer
Für viele Leute ist es schwer sich vorzustellen, dass vor mehr als 6000 Jahren Menschen in Afrika ganz ohne störende Einflüsse von anderen Kontinenten zusammen lebten. Es kam hin und wieder zu inneren Konflikten und Afrikaner aus Zentralafrika wanderten in den Süden oder Ostafrikaner in den Norden, doch auch Klimaänderungen und die Ausbreitung der Sahara trugen zu den Wanderungen bei.

Es gab bereits die mündliche Überlieferung der Geschichte in allen Teilen Afrikas als in Ägypten und Nubien die Hieroglyphen entstanden und es wird leider zu selten erwähnt, dass die Pharaonen schwarz waren.

Sehr interessant ist der Beitrag über die ältesten Völker der Erde, der San und Khoikhoi im südlichen Afrika, der Hazda in Tanzania und der kleinen Menschen in den Wäldern Zentralafrikas oder Kameruns. Sie sehen keinen Vorteil für sich, den Wald zu verlassen.

Afrika ohne Religionskriege
Ganz aktuell ist wieder einmal die Diskussion über Religionen. Seltsam, dass es in der langen Geschichte Afrikas keine Religionskriege gab und deshalb sollte das Kapitel: „Bei den Geistern der Vorfahren - Glaube in Afrika“  unbedingt gelesen werden, ebenso der Abschnitt über die Importreligionen Judentum, Urchristentum und Islam in Nordafrika.

Aus dem Beitrag: „Südlich der Sahara - Gana, Mali und Songhai“ stehen folgende Zitate für die Zeit um 1070 und 1325: „Der König von Gana legte eine wohlwollende Toleranz gegenüber Anhängern des Islam an den Tag….“ und „Die Menschen in Mali sind selten ungerecht und haben eine große Abneigung gegen Ungerechtigkeit wie alle anderen Völker…“.
Im Süden Afrikas entstand um diese Zeit das Großreich Zimbabwe der Shona.

500 Jahre europäische Unterdrückung und Ausbeutung  
Nach 1500 begann die Unterdrückung und Ausbeutung durch die Europäer. Die ersten Ankömmlinge waren Portugiesen, Sklaven jagten alle, auch Araber, 1884/85 wurde Afrika unter Europäern aufgeteilt, ohne je einen Afrikaner gefragt zu haben. Deutsche verübten einen Genozid an den namibischen Herero, nur kurz war der Sieg der Zulus über die Briten. Auch an den Weltkriegen mussten Afrikaner teilnehmen, als Kanonenfutter für die Europäer.
Zögerlich ab 1946, dann ab 1960 befreiten sich die afrikanischen Länder von ihren europäischen Kolonialisten, doch mit China tritt ein neuer Fremdkörper auf afrikanischen Boden...  

Eine ausführliche Zeittafel am Ende des Buches trägt die wichtigen Ereignisse bis 2015 zusammen und die Literatur- und Quellenliste enthält weiterführende Werke.

Autor:
Lutz van Dijk, 1955 in Berlin geboren, war Lehrer in Hamburg, bevor er Mitarbeiter am Anne Frank Haus in Amsterdam wurde. Er promovierte über „Oppositionelles Lehrerverhalten 1933-1945“ und hatte eine tragende Rolle in der pädagogischen Friedensarbeit der 80er Jahre. Seit 2001 lebt er in Kapstadt. Er ist Herausgeber des Jugendbuchs „African Kids - eine südafrikanische Township-Tour“ und Autor des Romans für Jugendliche „Romeo und Jabulile“.  

Fazit:
Wie der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu eingangs richtig schreibt, kann man kein Geschichtsbuch über Afrika auf knapp 350 Seiten verfassen, das vollständig ist. Doch die Auswahl der Länder, Themen und vor allem und am wichtigsten der Stimmen Afrikas sind mehr als beeindruckend und macht dieses Buch sehr lesenswert. Vor allem nicht nur für Jugendliche, wie vom Verlag empfohlen (ab 12 Jahre), sondern für alle Menschen.
Es regt zu weiteren Fragen, Diskussionen und zum Nachdenken über die angesprochenen Themen an. Natürlich fehlen viele Länder und Themen, wie die noch immer nicht abgeschaffte Sklaverei in Mauretanien oder der vergessene Unabhängigkeitskampf der Menschen in der Westsahara, dennoch wurden wichtige Geschehnisse aus allen Teilen Afrikas bis in die heutige Zeit beschrieben und vor allem kamen Afrikaner selbst zu Wort, die in ihren eigenen Ländern Jahrzehnte bis Jahrhunderte lang unterdrückt wurden und schweigen mussten.

Dieses wichtige Buch sollten sich alle Schulen anschaffen, vor allem Haupt- und Mittelschulen, damit nicht nur die Schüler sondern auch die Lehrer ihr Wissensdefizit über Afrika minimieren, denn im Moment fehlt dieses Wissen in den Schulen in Deutschland.

B.Agada



Mittwoch, 2. September 2015

Simbabwe - Agonie oder Aufbruch

Brandes Apsel

ANDREA  JESKA

SIMBABWE  -  AGONIE  ODER  AUFBRUCH

Wie konnte es soweit kommen, dass Simbabwe nach der kolonialen Befreiung zu einem unfreien Staat mit einer kleptokratischen Nomenklatura wurde? Die Journalistin Andrea Jeska kennt das Land gut, sie lässt Farmer und Politiker, Anwälte, Frauenrechtlerinnen und Priester zu Wort kommen. Simbabwe ist nicht Mugabe, und seine Macht ist brüchig. Hinter den Kulissen findet längst eine Entwicklung ohne ihn statt.
Seit mehr als 20 Jahren liegt Simbabwe in zivilisatorischen Trümmern. Die einstige Kornkammer des südlichen Afrikas ist ein Armenhaus, Menschenrechte werden missachtet, Lebenserwartung und Alphabetisierungsrate sind geschrumpft, die Wirtschaftskraft ist flügellahm. Aufstieg und Untergang des Landes hängen am Staatspräsidenten Robert Mugabe. Einst Befreier von weißer Herrschaft, ist er längst der Unterdrücker seines Volkes. Doch auch in diesen Zeiten der kollektiven Angst beweisen die Menschen Courage und Fantasie.
Simbabwe liegt geostrategisch im Zentrum internationalen Begehrens. Ausländische Investoren stehen bereit, angelockt von Gold und Diamanten, Platin und Kupfer. Unter einer neuen Regierung könnte Simbabwe ein Modellland für gerechte Landaufteilung werden. Von der gegenwärtigen Umverteilung der Ackerflächen profitieren die Kleinbauern.

Autorin:
Andrea Jeska, Jahrgang 1964, arbeitet seit 1999 als freiberufliche Journalistin und veröffentlicht ihre Reportagen und Auslandsberichte u. a. in DIE ZEIT, FAZ, FAS, Brigitte, African Times, Chrismon, Lettre International, Manager Magazin. 2005 entstanden Dokumentarfilme für die ARD, es folgten Buchpublikationen. Sie wurde 2009 für den Egon-Erwin-Kisch-Preis nominiert. Im September 2013 erhielt sie den Theodor-Wolff-Preis, den Journalistenpreis der deutschen Zeitungen, in der Kategorie »Reportage/Essay/Analyse« und im Dezember 2013 den Deutschen Reporterpreis 2013 als "Bester freier Reporter".
(Verlagstext)

 Andrea Jeska
Simbabwe - Agonie oder Aufbruch
Format 20,7 x 14,5 cm 
164 Seiten   
1. Auflage 2013
Euro 19,90 inkl. MwSt.  Buch kaufen

Kochen und Essen wie in Afrika, Rezepte von Marokko bis Südafrika

Brandes Apsel

GHIRMAY  HABTON und HOLGER HENTSCHEL

KOCHEN  und  ESSEN  WIE  IN  AFRIKA
Rezepte der Einwanderer von Marokko bis Südafrika
  
Die afrikanische Küche hat viele Köstlichkeiten zu bieten und ist doch bei uns wenig bekannt. Kochen und Essen wie in Afrika lädt ein, die kulinarische Vielfalt Afrikas kennenzulernen.
Gekocht haben Einwanderer von Marokko bis Südafrika, vom Senegal bis Eritrea. Entstanden ist ein afrikanisches Kochbuch, wie es bisher auf dem deutschsprachigen Buchmarkt nicht zu finden ist.
Kochen und Essen wie in Afrika versammelt nicht nur Gerichte afrikanischen Ursprungs. Es lässt auch die Migrationserfahrungen der Köchinnen und Köche lebendig werden und versteht sich als Beitrag zur Weiterentwicklung einer multikulturellen Gesellschaft.
Die Realisierung eines derartigen Vorhabens war ein langwieriger und aufwändiger Prozess. Ziel war es, unterschiedlichste Menschen aktiv in die Arbeit an dem Buch einzubeziehen. Entstanden ist ein Werk, das neugierig macht auf den Reichtum der afrikanischen Küche.
Detailliert wird über Zutaten und Zubereitung informiert. Es erzählt von afrikanischen Koch- und Essgewohnheiten und gewährt Einblicke in afrikanisches Leben in Mitteleuropa.
Herausgegeben von Ghirmay Habton und notiert und fotografiert von Holger Hentschel

Autoren:
Ghirmay Habton, geboren 1958 in Asmara, Eritrea. Er floh 1980 nach Deutschland und lebte zunächst in Göttingen, ab 1991 in Frankfurt am Main. Er gründete dort 1998 mit seiner Frau Yordanos das afrikanische Restaurant und Kulturzentrum »Savanne«, das die beiden seit 2006 im mittelhessischen Lich betreiben.
  
Holger Hentschel, geboren 1959 in Altenburg/Thüringen; Elektronikstudium in Görlitz; 1989 Umzug nach Frankfurt am Main, arbeitet als Planungsingenieur für Automatisierungstechnik. Seit Mitte der 1990er Jahre Interesse an Afrika, verschiedene Afrikareisen und Lichtbildvorträge über die Reisen. Lernte Ghirmay Habton in der »Savanne« kennen und wurde von ihm zur Mitarbeit an dem Buch Kochen und Essen wie in Afrika gewonnen.
(Verlagstext)


Ghirmay Habton
Kochen und Essen wie in Afrika
Format 24 x 16,5 cm, durchgängig vierfarbig illustriert
168 Seiten   
1. Auflage 2014
Euro 19,90 inkl. MwSt.  Buch kaufen

Moyo! Der Morgen bricht an - Stimmen aus dem Kongo

Brandes Apsel

MUEPU  MUAMBA (Hrsg.)

MOYO!  DER  MORGEN BRICHT  AN
Stimmen aus dem Kongo

Der Kongo wird im Ausland meist als unregierbares Bürgerkriegsland wahrgenommen. Das Buch ist eine Einladung, den anderen, »unbekannten« Kongo kennenzulernen und sich von der Vitalität und Kreativität kongolesischer Künstler und Denker inspirieren zu lassen.
Mit Moyo grüßen sich Menschen in Teilen des Kongo, etwa im Sinne von: Dein Herz soll leben! Unter dem programmatischen Titel versammeln sich in diesem Buch rund 30 kongolesische Autorinnen und Autoren mit teilweise erstmals veröffentlichten Texten.
Ihre Texte streifen die Bereiche Politik und Gesellschaft, Literatur, Kunst und Kultur. In ihrer Vielschichtigkeit und Vielseitigkeit spiegeln sie Geschichte und Alltag sowie die Identitätserfahrungen von Intellektuellen im Kongo und in der Diaspora.
Die DR Kongo wird im Ausland meist als unregierbares Bürgerkriegsland wahrgenommen. Moyo! Der Morgen bricht an lädt ein, den anderen, »unbekannten« Kongo kennenzulernen und sich von der Vitalität und Kreativität kongolesischer Künstler und Denker inspirieren zu lassen.

Mit Beiträgen von Patrice Lumumba, Gérald-Félix Tchicaya-Utam’Si, Muepu Muamba, Mukala Kadima-Nzuji, Matala Mukadi Tshiakatumba, Elikia M’Bokolo, Antoine Tshitungu Kongolo, Charles Djungu-Simba, Jules Elongo Lomomba, Py-Nene Mayuma, José Tshisunguwa Tshisungu, Marie-Louise Bibish Mumbu, Bapuwa Mwamba, Georges Ngal Mbwil a Mpaang, Balufu Bakupa-Kanyinda, In Koli Jean Bofane, André Lye Mudaba Yoka, Cikuru Batumike, Clémentine Madiya Faïk-Nzuji,Toma Muteba Luntumbue, Iseewanga Indongo-Imbanda, Pius Ngandu Nkashama, Boniface Mabanza Bambu, Fiston Nasser Mwanza Mujia, Désiré Bolya Baenga, Elisabeth Françoise Mweya Tol’Ande, Vumbi Yoka Mudimbe, Kä Mana, Marc-Antoine Vumilia Muhindo

Autor:
Muepu Muamba ist Schriftsteller und Journalist. Er stammt aus der Demokratischen Republik Kongo. Vor Jahrzehnten floh er vor der Mobutu-Diktatur aus seiner Heimat, suchte zunächst vergeblich in mehreren afrikanischen Ländern Zuflucht. Schließlich fand er in Frankreich politisches Asyl. Heute lebt und arbeitet er im deutschen Exil. Muepu Muamba ist Vorsitzender von Dialog International e.V.
(Verlagstext)

Muepu Muamba
Moyo! Der Morgen bricht an
Format 20,7 x 14,5 cm, Paperback
300 Seiten   
1. Auflage 2012
Euro 29,90 inkl. MwSt.  Buch kaufen

NEU: Kongo - Die Hoffnung kehrt zurück

Brandes Apsel

BIRGER  THURESON

DIE  HOFFNUNG  KEHRT  ZURÜCK
Der Arzt Denis Mukwege und sein Kampf gegen sexuelle Gewalt im Kongo
Deutschen Institut für Ärztliche Mission e. V., Difäm (Hrsg.)

Übersetzung aus dem Schwedischen von Michael Josupeit

Denis Mukwege, Gründer und Leiter des Panzi-Krankenhauses in Bukavu, ist weltweit zu einer Stimme der traumatisierten Frauen im Kongo geworden. Seit Jahren prangert der Arzt öffentlich die Gleichgültigkeit der internationalen Gemeinschaft an: Tausende von Frauen und Kindern wurden in den Kongo-Kriegen die Opfer brutaler Vergewaltigungen, und ihre Peiniger werden nicht zur Rechenschaft gezogen. Im Oktober 2012 entkam Denis Mukwege nur knapp einem Attentat; er ging ins Ausland und kehrte Anfang 2013 nach Bukavu zurückt, um seine Arbeit fortzusetzen.
Der schwedische Journalist Birger Thureson hat Denis Mukwege und seine Patientinnen in Bukavu getroffen und ihre Geschichten aufgezeichnet. Ihre Berichte sind schmerzliche Zeugnisse erlittener Gewalt; sie sprechen aber auch von Lebenswillen und Lebensmut.
Ein ausführliches Portrait über Denis Mukwege, der für sein Engagement mehrfach international ausgezeichnet wurde, und eine Analyse über die Hintergründe der Kongo-Kriege ergänzen das Buch.

Alternativer Nobelpreis 2013 und Sacharow-Preis für Menschenrechte des Europaparlaments 2014 an Denis Mukwege für sein Engagement für vergewaltigte Frauen in der Demokratischen Republik Kongo.

Autor:
Birger Thureson, geboren 1942. Schwedischer Journalist und Schriftsteller. Tätigkeit als Pastor und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der PMU InterLife. Thureson ist verheiratet und hat zwei Kinder.
(Verlagstext)

Birger Thureson
Die Hoffnung kehrt zurück
Format 20,7 x 14,5 cm, Paperback
160 Seiten   
1. Auflage 2015
Euro 14,90 inkl. MwSt.  Buch kaufen

NEU Tansania, Reportagen und Reiseberichte aus dem Herzen Ostafrikas

Brandes Apsel

THILO  THIELKE

TANSANIA - Reportagen und Reiseberichte aus dem Herzen Ostafrikas

Thilo Thielke bietet spannende Reportagen und historische Exkursionen zu einem Land mit einer bewegten Vergangenheit. Denn in Tansania trieben sowohl deutsche Kolonialisten als auch brutale Sklavenhändler ihr Unwesen. Doch mit seinen Rohstoffen und einer beeindruckenden Natur birgt Tansania viele Schätze. So ist es Objekt unterschiedlichster Interessen und heute das beliebteste Reiseziel Ostafrikas.

In Tansania gibt es gewaltige Gold- und Erdgasvorkommen, in Tansania liegen der Kilimandscharo, die Serengeti und der Ngorongoro-Krater. Das Land hat Zugang zu allen drei großen afrikanischen Seen: Tanganyika-, Malawi- und Victoriasee. Hinzu kommt eine endlose Küste am Indischen Ozean mit dem wichtigen Hafen Dar es Salaam. Tansania hat also beste Voraussetzungen für eine Erfolgsgeschichte.

Dennoch lähmen eine ausufernde Korruption und die sozialistische Vergangenheit mit den Volkserziehungsexperimenten des Unabhängigkeitspräsidenten Julius Nyerere das Land. Ausländische Investoren werden von Bürokraten verschreckt, die Wilderei wird exzessiv betrieben – hauptsächlich weil Beamte so tief in das schmutzige Geschäft verstrickt sind. All dies vermittelt uns Thielke auf spannende Weise als Kenner dieses interessanten Landes.

Autor:
Thilo Thielke, geb. 1968, arbeitete 1985-1990 für die Neue Presse, Hannover, danach beim SPIEGEL in Hamburg; dort 1990-1997 Redakteur bei SPIEGEL TV; beim SPIEGEL 1997-2000 Deutschlandressort, 2001 Sportressort, 2002 Auslandsressort; 2003-2008 SPIEGEL-Korrespondent in Nairobi, 2009-2012 in Bangkok; seit 2013 freier Journalist für Ostafrika und Besitzer einer Lodge am Kilimandscharo. Zahlreiche Buchpublikationen, u.a. Kenia – Reportagen aus dem Inneren eines zerrissenen Landes (2008); Philippinen. Unterwegs im Land der 7000 Inseln (2011).
(Verlagstext)

Thilo Thielke
Tansania - Reportagen und Reiseberichte
Format 23,5 x 15,5 cm
184 Seiten   
1. Auflage 2015
Euro 19,90 inkl. MwSt.  Buch kaufen

NEU: Namibia - Gesellschaftspolitische Erkundungen seit der Unabhängigkeit

Brandes-Apsel

HENNING  MELBER

NAMIBIA - Gesellschaftspolitische Erkundungen seit der Unabhängigkeit

 Einer der international profundesten Kenner Namibias, Henning Melber, gibt Einblick in die gesellschaftspolitischen Entwicklungen des Landes seit der Unabhängigkeit 1990. Der Band trägt so als politische Landeskunde zu einem tieferen Verständnis Namibias bei, das noch immer eng mit Deutschland verbunden ist.
Henning Melber bietet eine kritische Analyse der postkolonialen Politik der SWAPO als einer Befreiungsbewegung an der Macht. Dabei beleuchtet er neben dem Umgang mit der kolonialen Vergangenheit auch die Entwicklung der namibischen Präsi­dialdemokratie. Er diskutiert die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Chancen auf soziale Gerechtigkeit im Angesicht nachkolonialer Machtkonstellationen.

Autor:
Henning Melber, geboren 1950, kam 1967 als Sohn deutscher Einwanderer nach Südwestafrika und trat 1974 der SWAPO bei. 1992 kehrte er als Leiter der Namibian Economic Policy Research Unit nach Windhuk zurück. 2000 wechselte er an das Nordic Africa Institute in Uppsala, wo er 2006 die Leitung der Dag Hammarskjöld Stiftung übernahm. Er ist Extraordinary Professor am Department of Political Sciences der Universität Pretoria und am Centre for Africa Studies der University of the Free State in Bloemfontein sowie Senior Advisor am Nordic Africa Institute in Uppsala.
(Verlagstext)

Henning Melber
Namibia - Gesellschaftspolitische Erkundungen seit der Unabhängigkeit
Format 23,5 x 15,5 cm
216 Seiten   
1. Auflage 2015
Euro 19,90 inkl. MwSt.  Buch kaufen


NEU Geschichte Namibias

Brandes-Apsel
NEUERSCHEINUNG

MARION  WALLACE, JOHN KINAHAN

GESCHICHTE  NAMIBIAS 
Von den Anfängen bis 1990

1990 erlangte Namibia, das ehemalige Deutsch-Südwestafrika, als letzte afrikanische Kolonie die Unabhängigkeit. Mit diesem Buch liegt erstmals eine umfassende Einführung in die Geschichte dieses faszinierenden Vielvölkerstaates in deutscher Sprache vor.
Die Historikerin Marion Wallace (London) und der Archäologe John Kinahan (Windhoek) bieten einen fundierten Überblick über die historischen Epochen und gesellschaftlichen Entwicklungen seit den ersten Niederlassungen von Menschen in den Savannen und Wüsten des südwestlichen Afrikas.
Die vielschichtige Darstellung der deutschen und der von Apartheitspolitik und Befreiungskampf geprägten südafrikanischen Kolonial­zeit schließt mit einer Einschätzung von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft des unabhängigen Namibias.

Autorin:
Marion Wallace ist Afrika-Kuratorin der British Library und Historikerin Namibias.

Marion Wallace und John Kinahan
Geschichte Namibias
Format 21,5 x 13,7 cm
562 Seiten
1. Auflage 2015
Euro 29,90 inkl. MwSt.   Buch kaufen 

Sichtbar anders - aus dem Leben afrodeutscher Kinder und Jugendlicher

Brandes-Apsel
Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e. V. (Hrsg.)

SICHTBAR  ANDERS – aus dem Leben afrodeutscher Kinder und Jugendlicher

Verfasst von Eva Massingue

Wie ist das, wenn man keinen passenden Abdeckstift für die Pickel findet oder beim Friseur nur in ratlose Gesichter blickt? Wenn man als Kind »Braunie« genannt wird und als Jugendlicher hört: »Du sprichst aber gut Deutsch!« ? Wie geht es Afrodeutschen in einer Gesellschaft, in der die Mehrheit selbstverständlich davon ausgeht, dass Menschen mit dunkler Hautfarbe »Ausländer« sind?
Ausführlich werden die Initiativen, Vereine und Selbsthilfegruppen gewürdigt, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind. »Sichtbar anders« vermittelt wertvolle Einsichten in das Denken und Fühlen afro-deutscher Kinder und Jugendlicher. Der Leser gewinnt einen lebendigen Eindruck vom Neben- und Miteinander in der Einwanderungsgesellschaft.

Eva Massingue
Sichtbar anders – aus dem Leben afrodeutscher Kinder und Jugendlicher
Format 20,7 x 14,5 cm
172 Seiten mit Schwarz-Weiß-Fotos
2. Auflage 2010
nur Euro 12,90 inkl. MwSt.  Buch kaufen